Das schmeckt nach wunderbarer Kindheitserinnerung“, sagte eine Besucherin gerührt. In diesem Satz lag die Stimmung des Abends.
Rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner des Betreuten Wohnens der Suchthilfe der Caritas RheinBerg waren im Advent zu einer Weihnachtsfeier mit Festmenü eingeladen. Im großen Laurentiussaal der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius wurden Gulasch, Sauerbraten und Rotkohl festlich serviert. Dazu gab es Zeit zum Ankommen, Gespräche, Spiele und gemeinsames Lachen.
Im Betreuten Wohnen der Suchthilfe werden suchtkranke Menschen in eigenen Wohnungen dabei begleitet, wieder eigenständig zu leben. Viele erleben die sozialen Folgen ihrer Erkrankung besonders hart. Kontakte brechen weg. Einsamkeit wächst. Das Gefühl, nicht mehr richtig dazuzugehören, wird stärker. In der Weihnachtszeit, wenn überall Familienfeste sind, trifft das viele doppelt.
Die Feier setzte bewusst etwas dagegen. Einen sicheren Raum. Ein gedeckter Tisch. Gemeinschaft, die da ist.
Ermöglicht wurde der Abend durch die Doris Leisner / Pohl und Klaus Kuhlmann-Stiftung, eine Treuhandstiftung unter dem Dach der CaritasStiftung im Erzbistum Köln. Mit 750 Euro hat sie die Weihnachtsfeier gezielt unterstützt. Weitere 750 Euro kamen von der Kreissparkasse Köln - vertreten durch Herrn Marco Hahn.
„Ohne diese Gelder wäre so eine Weihnachtsfeier nicht möglich“, betonte das Team des Betreuten Wohnens. So wurde aus einem Termin im Kalender ein Zeichen der Zugehörigkeit. Und aus einem Essen ein Moment von Würde.
