Das Schülerprojekt „Ein Jahr im Wald“ ist abgeschlossen. Eine neue Infotafel in Kürten zeigt nun, wie sich eine vom Borkenkäfer geschädigte Fläche zu einem vielfältigen Zukunftswald entwickelt hat.
Ein Schuljahr lang haben Schülerinnen und Schüler der IGP Paffrath den Wald nicht nur besucht, sondern erforscht. Sie untersuchten Pflanzen und Boden, maßen Temperatur sowie Luft- und Bodenfeuchtigkeit, dokumentierten das Baumwachstum und beobachteten, wie sich die Artenvielfalt im Jahresverlauf verändert. Ihre Ergebnisse werteten sie anschließend im Unterricht aus.
Ausgangspunkt war eine Waldfläche in Kürten, die durch Borkenkäferbefall stark geschädigt worden war. Waldeigentümerin Doris Leisner ließ sie neu und vielfältig bepflanzen. Seit 2023 wurden dort mehr als 1.000 Bäume und Sträucher gesetzt. Totholz, Benjeshecken und Krautsäume schaffen zusätzliche Lebensräume für Insekten und andere Tiere.
Jetzt erzählt eine Infotafel am Waldrand die Geschichte des „Zukunftswaldes“. Sie erklärt die besondere Gestaltung der Fläche und dokumentiert zugleich das Schülerprojekt. Über einen QR-Code können Besucherinnen und Besucher eine Fotodokumentation und einen Videotrailer aufrufen.
Die Doris Leisner / Pohl und Klaus Kuhlmann-Stiftung hat das Bildungsprojekt unterstützt. Gemeinsam mit weiteren Partnern ermöglichte sie jungen Menschen, ökologische Veränderungen über einen längeren Zeitraum selbst zu beobachten und wissenschaftlich zu untersuchen. Das Projekt zeigte dabei auch Wirkung über die Schule hinaus. Im Rahmen eines Erasmus+-Austauschs stellten die Jugendlichen ihren Zukunftswald türkischen Gastschülerinnen und Gastschülern vor.
So bleibt nach dem Ende des Schulprojekts mehr als eine Infotafel. Aus einer geschädigten Waldfläche ist ein Ort entstanden, an dem sichtbar wird, wie Natur sich entwickeln kann und was junge Menschen dabei lernen können.
Lesen Sie den Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger zum Abschluß des Schüler-Umwelt-Bildungsprojekt "Ein Jahr im Wald".

